Australien

2016 Perth – Kalbarri – Perth

Perth West Australien

Australien lässt einen nicht los. Da wir den Norden, Osten und Süden schon bereist haben, wollten wir dieses Mal den Westen von Australien erkunden. Da es auch im Westen von Australien viel zu sehen gibt, mussten wir auch hier unsere Reiseplanung auf bestimmte Ecken eingrenzen.

Wir haben dieses Mal das Tagebuch etwas anderes aufgegliedert wo wir uns speziell auf bestimmte Punkte konzentrieren und versuchen diese etwas ausführlicher mit unseren Erfahrungen darzustellen.

Reisezeit: 05.11.2016 – 04.12.2016

Reiseroute:

Perth, Kalbarri N.P. zurück nach Geraldton, Nambung N.P., Mandurah, Bunbery, Augusta, Albany,
Bremer Bay und wieder zurück nach Perth. (Option nach Cape Le Grand, Norsman, Wave Rock)

Geplante km: 2100 gefahrene km: 3200

Gebuchte Airline: Singapur Airline – Premium Economy Class
Abflughafen: München

 

05.11.2016

Heute war Abreisetag. Wir hatten dieses Mal München als Abflugort gewählt. Wenn man München und Frankfurt vergleichen möchte, kam uns das so vor, als ob im Münchner Airport alles viel entspannter zugeht. Der Check-In und die Passkontrolle ruhig und keine Hektik.

Um 13.20 Uhr ging es dann endlich los in Richtung Singapur. Aufenthalt in Singapur 2 Stunden.

Perth erreichten wir am 06.11.2016 gegen 15.30 Uhr. Um uns den Weg in das Hotel zu erleichtern haben wir von Deutschland aus gleich einen Shuttle Service mitgebucht. Dies erweist sich immer ganz nützlich. Wenn alle Einreiseformalitäten erledigt sind kann man entspannt zur Gebäckausgabe und seine Koffer in Besitz nehmen, da man weiß am Ausgang wird man schon erwartet.

Dem war es auch so. Die Fahrt dauerte ca.35 Min. zu unserem Mercure Stadthotel.

Das von uns gewählte Hotel war ziemlich zentral gelegen, so dass man alles zu Fuß erreichen konnte.

Nach dem Check-In haben wir noch einen kleinen Stadtrundgang gemacht, damit wir uns noch 2 Stunden wachhalten konnten.

 

Stadtrundfahrt Perth

Für den nächsten Tag war eine Stadtrundfahrt geplant. Dies auch wieder von Deutschland aus gebucht. Der Vorteil liegt darin, dass es in der Regel max. 4 Personen sind die dann von einem Guide begleitet werden. In unserem Fall waren wir die einzigen. Hinzu kam das unser Guide ein Schweizer war und Deutsch sprach.

Los ging es mit einem VAN zuerst durch die Straßen von Perth noch im Rush hour. Unser Guide erzählte uns einiges über die Geschichte von Perth, deren Entwicklung und Industrie. Die Fahrt ging dann weiter zum Kings Park. Dort sind wir dann ausgestiegen und sind ein bisschen durch den botanischen Garden gelaufen mit Blick auf den Swan River. Der Kings Park dient für die Städter als Naherholungsgebiet und wird hauptsächlich von der Stadt und der Industrie finanziert.

Anschließend ging die Fahrt weiter auf die andere Seite des Swan River in Richtung Sir James Mitchel Park wo man einen Herrlichen Blick auf die Skyline von Perth hat.

Weiter ging es über die Autobahn nach Fremantle City. Auch hier hat er uns einige Punkte gezeigt wo wir später zu Fuß noch einmal ablaufen könnten. Auch die Geschichte von Fremantle war sehr interessant. Immerhin war dies die größte Insel für Gefangene der britischen Kolonialzeit.

Weitere Informationen zu Fremantle findet Ihr hier bei WikiPedia

Gegen 14.00 Uhr hat unser Guide uns dann selbst überlassen. Wir haben noch 2 Schiffkarten für 17.00 Uhr erhalten. Somit konnten wir dann von Fremantle bis Perth noch eine tolle Rückfahrt auf dem Swan River mit Weinverkostung erleben.

Übernahme Camper

Heute konnten wir unseren Camper übernehmen. Die Fahrt vom Stadthotel zur Firma Britz dauerte mit dem Taxi ungefähr 20 Minuten. Die Firma Britz liegt ungefähr 10 Minuten vom Flughafen entfernt. Bei der Ankunft war zu diesem Zeitpunkt nur eine Person vor Ort. Somit mussten wir noch warten bis die Gäste vor uns abgefertigt wurden. Obwohl wir von Deutschland aus einen „early Check-In“ gebucht hatten mussten wir weitere Dokumente noch ausfüllen. Dann wurde uns der Camper übergeben. Die Einweisung war sehr bedürftig. Als wir uns dann das Fahrzeug näher anschauten wurde eines Klar. So nehmen wir das Fahrzeug nicht mit. Eine Innenreinigung hatte aus Zeitgründen nicht stattgefunden. So waren Fettspuren auf dem Herd zu finden Schränke verspritzt und teilweise hinter den Vorhängen jede Menge rote Erde.

Wir haben darauf hingewiesen und es wurde das Fahrzeug dann gereinigt. Dies hat uns allerdings 35 Minuten Zeit gekostet.

Campingplatz: Discovery Parks Woodman Point

Rotnesst Island

Für Perth waren 2 Tage eingeplant inkl. Camper Übernahme. Der zweite Tag war für einen Ausflug nach Rottnest Island verplant. Auf dem Campingplatz an der Rezeption wurde eine Tagestour angeboten. Die wurde von uns gebucht am Vortag. Der Vorteil war dass wir morgens von einem Bus abgeholt wurden und abends wieder mit dem Bus zum Campingplatz gebracht wurden. Also völlig entspannt.

Die Überfahrt von Perth, fremantle B-shed nach Rottnest Island war relativ ruhig. Die Überfahrt mit dem Katamaran dauert ca. 40 Minuten.

Rottnest Island selbst hat eine Größe von 19 km2 und ist nur per Fahrrad zu erkunden. Also absolut Autofrei. Bekannt ist auch Rottnest Island für seine kleinen Beuteltiere, die Quokka.

Quokka
Quokka

Um die Insel zu erkunden ist es daher Ratsam schon vor der Überfahrt das Fahrrad mit zu buchen. Bei Ankunft an der Insel wird man gleich mit Helm ausgestattet und übernimmt ein Fahrrad. Die Räder sind übrigens alle gleich. Dann kann es auch gleich losgehen. Alle Radwege sind gut ausgeschildert. Fährt man ein kleines Stück in das Landesinnere trifft man schnell auf die kleinen possierlichen Tierchen die sehr neugierig am Straßenrand, fast schon förmlich warten, bis ein Tourist vorbeikommt.

Natürlich bewegt dies zum Anhalten. Steigt man von dem Rad ab sind die Tiere auch gleich da. Jetzt wird erst überall mal reingeschaut (Tasche, Rucksack) ob da nicht was zum futtern drin ist. Natürlich ist streicheln auch angesagt.

Die Insel selbst bietet viel Vegetation schöne bizarre Felsformationen an der Küste und lädt hier und da mal ein zum Verweilen. Wenn man sich viel Zeit lässt kommt man ungefähr nach 3,5 Stunden wieder am Fährhafen an. Hier gibt es auch die Möglichkeit ein Getränk oder eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Fazit: Rottnest Island ist auf jedenfalls ein Besuch wert. Wir werden diese Insel bei unserem nächsten Aufenthalt in Perth noch einmal besuchen.

Perth – Kalbarri N.P.

Da wir unsere Rundreise im Kalbarri N.P. beginnen wollten, war heute ein reiner Fahrtag angesagt. Von Perth nach Kalbarri sind es rund 600 km. Da sind locker 7 Stunden Fahrzeit drin mit einer kleinen Pause. Als wir morgens von Perth aufgebrochen sind hatten wir angenehme 26° C und abends in Kalbarri, so gegen 17.00 Uhr immer noch 39° C. Die Tage wo wir eingeplant hatten waren zu diesem Zeitpunkt heiß. 44° C waren die Regel.

Angedacht war, dass wir unseren Camper stehen lassen können und uns einen 4WD für 2 Tage zu mieten. Es sollte dann zu „Nature Window“ und „Z-Bend“ gehen.

Kalbarri N.P.
Kalbarri N.P.

Jedoch wurde uns, Aufgrund der Hitze, davon abgeraten dies ohne Guide zu tun. Derzeit herrschten dort zum Teil über 50° C. Da aber eine geführte Tour erst wieder am Wochenende stattfand, mussten wir eben darauf verzichten. Allerdings gibt es ja noch mehr Möglichkeiten in Kalbarri etwas zu unternehmen. Es gibt viele Wanderwege an den Steilklippen an der Küste entlang. Ein bekannter Trail ist der Mushroom Rundwanderweg. Er ist ca. 4 km lang, und führt zum Teil am Indischen Ozean entlang der mit seinem tiefen blauen Wasser ständig einen begleitet. Je nach Jahreszeit hat man auch die Möglichkeit dort Wale zu beobachten. Auch Tümmler kann man ständig sehen, die in Gruppen vor der Küste nach Nahrung suchen. In Kalbarri selber hat man auch die Möglichkeit an schönen Stränden mal eine Auszeit zunehmen und kann unbedenklich baden.

Wir haben die Zeit, obwohl unsere geplanten Tripps nicht zustande kamen, sehr genossen. Es ist uns dann auch schwer gefallen den Ort nach 2 Tagen zu verlassen.

Kalbarri – Geraldton
ca. 160 km

Die Fahrt von Kalbarri nach Geraldton über die Ajana-Kalbarri Rd und National Route 1 war relativ unspektakulär. Es gibt nur wenige Möglichkeiten dort einmal in Küstennähe zu kommen. Nach ca. 2 h erreicht man dann die Hafenstadt Geraldton. Am Hafen erkennt man die großen Silos wo ständig der Weizen von der Umgebung mit LKW angefahren wird. Schiffe stehen zur Beladung bereit. Zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt gehört die St. Francis Xavier Kathedrale und das Denkmal für die Opfer der HMAS Sydney aus dem zweiten Weltkrieg. Eine kleine aber schöne Strandpromenade gibt es auch. Ansonsten ist nicht viel los in Geraldton. Nach 3 Stunden Aufenthalt sind wir dann in Richtung Cervantes (Nambung N.P.) aufgebrochen.

Geraldton
Geraldton

Geraldton – Cervantes (Nambung N.P.)
ca. 240 km

Wir sind am Spätnachmittag in Cervantes auf dem RAC Cervantes Holiday Park eingetroffen. Der Campingplatz befand sich zu diesem Zeitpunkt im Umbau. Es wurden Hauptsächlich Cabins gebaut.

Für die RV Stellplätze, so sah es aus, wurde eher nicht investiert. Auch die Nassräume waren nicht gerade in einem guten Zustand. Nun ja für eine Übernachtung ging es. Empfehlen können wir den Campingplatz allerdings nicht. Allerdings ist dieser nicht weit vom Nambung N.P. gelegen und man kann somit morgens in aller Ruhe dann zu den Pinnacle fahren.

Dies haben wir dann auch am nächsten Tag so gestaltet. Nach dem Frühstück ging es dann los in Richtung Nambung N.P. Die Entfernung vom Campingplatz 20 km. Der Nambung selbst ist eine Wüstenlandschaft mit den bekannten Steinformationen die sich im Laufe der Jahre gebildet haben.

Das Visitor Center gibt Einblick in das entstehen diese Felsformationen sowie in die Fauna und Tierwelt. Die Pinnacle kann man zu Fuß begehen oder aber auch mit einem 4WD befahren.

Pinnacle
Pinnacle

Da unser Camper kein 4WD war mussten wir also die Pinnacle zu Fuß erkunden. Das wäre auch kein Problem gewesen, wenn da nicht die vielen Fliegen gewesen wären. Innerhalb von Sekunden sah man aus wie ein Fliegenbaum. Diese Mistviecher kriechen in Mund und Nasenlöcher, so ist man ständig nur am Wedeln um diese lästigen Biester zu vertreiben. Für alle die zu dieser Jahreszeit einen Besuch planen sollten sich einen Hut mit Gesichtsnetz zulegen, dann hat man seine Ruhe und man kann die Pinnacle genießen. Was sehr beindruckend ist, ist die Farbe des Sandes. Je nach Sonneneinstrahlung ist er Gelb bis Rot. Wir haben uns dann nach kurzem Aufenthalt wieder in das Visitor Center zurückgezogen.

Cervantes (Nambung N.P.) – Bunbury
ca. 368 km

Nach dieser Fliegenplage haben wir uns entschlossen bis nach Bunbury durchzufahren. Bunbury liegt ungefähr 190 km südlich von Perth entfernt. Bekannt ist Bunbury für sein Dolphin  Discovery Centre.

Wir hatten dort vor, das Angebot mit Delfinen zu schwimmen uns Näher mal anzuschauen und auch durchzuführen. Als Übernachtungsmöglichkeit hatten wir uns den Discovery Park Bunbury Foreshore ausgesucht. Der Campingplatz lag nicht weit vom Delfin Center entfernt und konnte somit leicht per Fuß besucht werden.

Die Stellplätze auf diesem Campingplatz für ein bis zwei Tage liegen direkt an der Hauptstraße. So das man ständig den Verkehrslärm hat. Nachts wird es zwar ruhiger aber in den frühen Morgenstunden geht es dann wieder los. Somit ist die Nachtruhe auch etwas eingeschränkt.

Am nächsten Tag war es bewölkt und es sah nach Regen aus. Die Temperaturen haben von 25° C auf 16° C abgekühlt. Dies waren nicht gerade Voraussetzungen ein Bad im Indischen Ozean zu nehmen.

Dennoch haben wir uns auf den Weg gemacht zum Dolphin Discovery Center. Das Wetter wurde immer schlechter. Der Wind legte zu und das Wasser war immer mehr aufbrausender.

Wir haben uns dann entschlossen nicht in die Fluten zu steigen, sondern eher an der Delfinbeobachtung mit teilzunehmen.

Gesagt getan. Tickets gekauft und noch gewartet bis das Boot anlegte. Eine Anlegestelle gab es dort nicht, so musste man kurz durch das Wasser stampfen um in das Boot zu gelangen. Schuhe aus und durch. Die Fahrt zu den Delfinen dauerte vielleicht 10 Minuten. Man konnte Sie dann schön beobachten wie diese ruhig herumschwammen und neugierig uns immer beobachteten. Der einzige Wehrmutstropfen war, dass der Wind mittlerweile so kalt wurde, dass es uns vorkam als wäre es in der Arktis.

Als wir gegen 14.00 Uhr wieder angelegt hatten waren wir so durchgefroren, dass wir nur noch eins wollten. Zurück zum Campingplatz und unter eine heiße Dusche.

Bunbury  – Busselton
ca. 55 km

Am nächsten Tag haben wir beschlossen, Aufgrund der Wetterlage haben wir uns entschlossen weiter zu ziehen in Richtung Busselton. Auch schon die Atmosphäre in Bunbury hat uns nicht so überzeugt. In Busselton angekommen haben wir trotz schlechtem Wetter erst einmal den bekannten Jetty besucht. Irgendwie waren wir von diesem kleinen Städtchen angetan. Um uns etwas näher zu informieren sind wir zuerst in das Visitor Center das ganz in der Nähe war. Dort haben wir uns dann für eine whale watching Tour am nächsten Tag entschieden. Wir haben uns auch gleich nach Campingplätze informiert. Am besten und ganz in der Nähe war der BIG4 Beachlands Holidaypark. Diesen sind wir angefahren und haben für 2 Nächte gebucht.

Busselton
Busselton

Am nächsten Tag, zu unser gebuchten whale watching Tour war es wie im Märchen. Blauer Himmel keine Wolke am Himmel und schon 22° C um 08.00 Uhr. Die See war wie ein Brett keine Wellen. Als wir dann am Jetty in das Motorboot gestiegen waren die Erwartungen ziemlich groß.

Nach ca. 30 Minuten Fahrt waren wir einige km vom Festland entfernt und unser Bootsführer hielt Ausschau nach den Walen. Nach nur kurzer Zeit war es dann soweit. In unmittelbarer Nähe kam ein schwarzes Ungetüm aus dem Wasser und spie eine Fontäne von Wasser in die Luft, da hätte eine ganze Familie Duschen können. Langsam wölbte sich der riesen Leib wieder in das Gewässer um nach ein paar hundert Metern wieder aufzutauchen. Was ein Schauspiel und was für eine Masse.

Wir konnten noch einige Wale beobachten bei einer sehr ruhigen See die tiefblau uns entgegen leuchtete. Am Nachmittag sind wir dann noch ein bisschen durch Busselton geschlendert und haben in einer Bar noch einen Drink zu uns genommen bis wir dann anschließend auf unseren Campingplatz zurückgekehrt sind.

Aber eines war klar. Busselton sieht uns wieder.

Busselton – Margret River
ca. 57 km

Margret River kann man auch jederzeit von Busselton erkunden. Wenn man die Route über Dunsborough nimmt, sind es bis Margret River ca. 71 km. Fährt man den direkten Weg über die Highway 10 sind es nur 57 km. Jedoch hat die Caves Road weitaus mehr zu bieten. Hier befindet sich das Paradies für Wein und Biertrinker. Es gibt viele Möglichkeiten Wein zu Probieren und natürlich auch zu kaufen. Wer gerne Bier trinkt, der kommt mit den kleinen Brauereien auch voll auf seine kosten. Auch gibt es immer wieder kleine Bauernläden, die Fleisch und Wurstwaren aus eigener Herstellung verkaufen. Jedoch ist auch Vorsicht angesagt. Da die Australier gerne nach Feierabend ihr Bierchen trinken werden dann auch in sämtlichen Orts ein- und Ausfahrten in Margret River Alkoholkontrollen am Abend durchgeführt.

Margret River ist nichts Besonderes. Neben den normalen Lokalitäten, Einkaufmarkt, Bäckern und Metzger gibt es da nicht viel. Das Visitor Center liegt ungefähr in der Mitte der Stadt.

Es gibt auch dort 2 Campingplätze. Den Margret River Tourist Park und den Riverview Tourist Park. Jedoch sind beide nicht gerade die Plätze die man sich vorstellt. Kommt man an den Wochenenden nach Margret River, so wie wir, sollte man vorreservieren. Dies hatten wir allerdings nicht und somit waren die Plätze belegt. Im Visitor Center konnte man uns nur noch 2 Empfehlungen geben. Das war der BIG4 Taunton Farm Holiday Park ca. 60km Nördlich von Margret River oder den Big Valley Campsite 15km von Margret River in Richtung Nannup.

Für diesen haben wir uns dann entschlossen. Als die Abfahrt kam zu dem Campingplatz waren wir kurz etwas geschockt. Eine Gravelroad war vor uns und wir wussten nicht wie weit. Egal hieß die Devise da müssen wir durch. Als wir dort an kamen der nächste Schock. Waschräume aus Wellblechhütten. In der Rezeption wurden wir von einem „alten Farmer“ empfangen und das ziemlich herzlich. Er zeigte uns gleich wo wir stehen konnten und hat uns auf seine Erzeugnisse aufmerksam gemacht. Zu unserer Überraschung waren die ganzen Sanitäranlagen Sauber und haben uns überzeugt. Auch die Ruhe die wir dort genießen konnten war einfach Spitze. Wir haben diesen Campingplatz bereits schon wieder für unsere Tour in 2018 eingeplant.

Hier geht es zur Webseite vom Big Valley Campsite

Margret River – Albany via Cape Leeuwin
ca. 400 km

Heute haben wir uns für das erste in Margret River und bei unserem Farmer verabschiedet. Unsere nächste Etappe stand an. Von Margret River ging es heute nach Cape Leeuwin und dann weiter nach Albany. Die Entfernung von Margret River bis nach Cape Leeuwin sind auf Bussell Hwy ca. 57 km. Es ist eine angenehme und ruhige Fahrt. Cape Leeuwin ist bekannt für seinen Leuchtturm und die Geschichte der Leuchtturmwärter. Weiterhin ist dieser Punkt wo sich der Indische Ozean mit dem Südpolarmeer verbindet. Somit kann es auch sein, das man ab und zu noch Wale vorbeiziehen sieht.

Leeuwin
Leeuwin

Ein Besuch in Cape Leeuwin lohnt sich auf jedenfalls. Das Wetter ist allerdings dort etwas unbeständiger und die See ist ziemlich Rau. Auch als wir dort waren pfiff ein etwas kühler Wind uns um die Ohren. Weitere Highlights auf dem Weg nach Augusta bzw. Cape Leeuwin ist Hamelin Bay und Jewel Cave. Das werden wir aber bei unserer nächsten Reise ansteuern.

Gegen 17.00 Uhr kamen wir dann in Albany an, wo wir unser Lager auf dem BIG4 Middelton Beach Holiday Park, aufgeschlagen haben.

Albany – Porongurup N.P.
ca. 45 km

Der Porongurup N.P. liegt ungefähr 45 km nördlich von Albany und ist über die Chesster Pass Road zu erreichen. Der Porongurup gehört zu einer Gebirgskette Westaustraliens. Angrenzend ist die große Stirling Range die vom Norden her auf den Porongurup trifft. Für Wanderfreunde ist dieser Nationalpark ein absolutes Muss. Am bekanntesten ist der Granit Skywalk. Hier treffen verschiedene Felsformationen aufeinander. Eine Brücke führt dann über die Felsen mit einem herrlichen Ausblick bis hin zur Küste. Der Aufstieg zu dieser Brücke ist allerdings schwierig. Hier ist schon ein bisschen Kletterkunst angesagt.

Wanderwege:
Die meisten Wanderwege gehen durch den Wald und sind freiliegend. Allerdings gibt es auch Wege die durch dichtes Gestrüb führen. Aus diesem Grund ist empfehlenswert Hohe Schuhe und Lange Hosen zu tragen. Man weiß nie ob unter Ästen oder Laub auch mal eine Schlange Ihr Quartier aufgeschlagen hat.

Muss mal gesagt werden
Immer wieder hört man, wenn man nach Australien reist, dass dies gefährlich sei. Giftige Schlangen  Spinnen, Quallen und Krokodile wären tagtäglich die Reisebegleiter. Wir persönlich haben während unseren Australienreisen noch keine Große Bekanntschaft mit diesen Tieren gemacht. Schlangen haben wir nur von weiten gesehen. Die Tiere sind scheu und wehren sich nur wenn diese sich angegriffen fühlen.

Wenn es in bestimmten Regionen Krokodile gibt wird ausreichend davor gewarnt. Ignoriert man die Warnung liegt das Risiko bei einem selbst.

Giftige Spinnen:
Die giftigste Spinne ist die Trichternetzspinne. Sie kommt hauptsächlich in Sydney und Umgebung vor. Diese Spinnen leben in Erdlöchern. Eine weitere giftige Spinnenart ist die Atrax. Sie kommt hauptsächlich in New South Wales und Queensland vor. Aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit kann nichts passieren.

Albany und Umgebung

Das Wetter war sehr sonnig und die Temperaturen lagen bei 25° C. Jedoch nicht die Wassertemperatur die lag nur bei 19°C. Also was für mutige Schwimmer. Wir haben uns für diesen Tag vorgenommen Albany und die Umgebung zu erkunden. Zuerst wollten wir folgende Sehenswürdigkeiten anschauen: Blow Hole, The Gap und die Natural Bridge.

Naturalbridge
Naturalbridge

Von unserem Campingplatz ungefähr eine halbe Stunde Fahrzeit zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten. Von den kostenlosen Parkplätzen geht es dann meistens noch per Fuß zwischen 5 und 10 Minuten zu den einzelnen Aussichtpunkten.

Mehr zu diesen Sehenswürdigkeiten finden Sie hier.

Albany – Busselton

Nachdem das Wetter zwar schön war und die Temperaturen sich so bei 25° C bewegten, war es nicht möglich an diesen schönen Stränden zu baden. Das Wasser war einfach zu kühl für unserer Verhältnisse. Wir haben daher uns entschlossen unser Tour in Richtung Cape Le Grand, Norsman und Wave Rock nicht durchzuführen. Wir wollten einfach noch ein paar Tage Strand, Sonne und Wärme genießen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen wieder zurück nach Busselton zu fahren.

Die Fahrt ging über Denmark nach Tingledale zum „Valley oft he Giants Tree Top Walk „ Mal über den Baumwipfeln gehen. Die Hängebrücken liegen in ca. 40 Meter Höhe, über den alten Eukalyptus Bäumen erlebt man das leichte Schwanken der Baumwipfel auf der Brücke. Für Personen die an Höhenangst leiden ist dieser Pfad allerdings nicht zu empfehlen. Ansonsten sagen wir: Hat richtig Spaß gemacht.

In Busselton angekommen haben wir wieder im BIG4 Beachlands Holidaypark uns einquartiert.

An diesem Tag haben wir dann noch den Strand genossen.

Am nächsten Tag sind wir dann noch einmal auf Tour rund um Busselton. Die Fahrt ging über Dunsborough bis zum Cape Naturaliste Lighthouse. Dort gibt es tolle Rundwanderwege wo man einen sehr schönen Blick auf den Indischen Ozean hat. Auch die Möglichkeit Wale zu beobachten ist gegeben. Von dort ging es dann nach Eagle Bay, wo es ganz tolle weiße und ruhige Sandstrände gibt, die zum Verweilen einladen.

Von da aus ging es dann weiter nach Yallingup. Ein kleines Städtchen wo einige Australier Ihr Feriendomizil errichtet haben.

Am Spätnachmittag haben wir dann unseren Camper in Dunsborough noch einmal mit Lebensmittel für 3 Tage bestückt und sind zurück zum Campingplatz.

Busselton – Perth

Unsere Urlaubstour neigte sich langsam dem Ende zu. Heute ging es nach Perth zurück wo wir noch eine Übernachtung vor uns hatten bevor wir den Camper wieder am nächsten Tag zurückgaben. Am Nachmittag war Kofferpacken angesagt und eine kleine Innenreinigung des Campers angesagt.

Abgabe Camper

Die Abgabe des Campers war ohne Große Probleme von statten gegangen. Wir hatten das Fahrzeug bei Britz auf den Parkplatz gestellt, Koffer ausgeladen und Schlüsselabgegeben. Eine Begutachtung auf Beschädigungen fand nicht statt.

Mit dem Taxi ging es dann in das Stadthotel wo wir noch eine Übernachtung hatten bevor es dann am nächsten Tag wieder in Richtung Deutschland ging.

Fazit:

Westaustralien hat uns von Land und Leuten sehr begeistert. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden 2018 einen Teil von Westaustralien noch einmal zu bereisen. Wir hoffen das Euch dieser Reisebericht für Eure Australienplanung etwas nützlich sein kann. Jedoch muss man auch sagen das die Beurteilungen immer subjektiv sind. Jeder sieht das vielleicht bzw. beurteilt das auch anders.  Viel Spaß in Australien.

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